Nein, hier geht es nicht um eine Band, die ich Euch vorstellen möchte, obschon wenn man es genau nimmt, eigentlich schon. Allerdings wäre es mehr als vermessen, wenn ich Euch diese Band vorstellen würde, zumal wohl vielen von Euch die Band vertrauter ist, als sie mir je sein wird. Das hier geschriebene ist für mich so ziemlich Neuland, zumal ich bisher nur aus meiner Warte und Erfahrung erzählt habe. Bei diesem Bericht ist das etwas anderes und geht unter die Rubrik Buchkritik, denn der Tittel dieses Blogs entspricht dem Buchtitel von "Jürgen W. Müllers" Buch, welches am 17.03.2025 also in rund zwei Wochen erscheinen wird.
Okay, mal der Reihe nach, denn was könnte mich, der ich, im Vergleich
zu vielen anderen Kollegen und Freunden, nicht sonderlich belesen bin, jedenfalls was das
Verschlingen von Büchern angeht, dazu bringen eine Buchkritik zu verfassen? Eigentlich
schon fast anmassend von mir, doch geht es hier erstens um das Buch einer Band,
welche mich doch auch schon seit gut 40 Jahren in meinem Leben begleitet und
mich doch sehr geprägt hat, und zweitens wurde ich, Googles Suchalgorithmus sei
Dank, vom Autor freundlich angefragt. So habe ich mich, nach kurzem Zögern und
einigen Rückfragen, letztendlich ziemlich rasch dazu entschlossen dies umzusetzen
und mich auf neues Terrain zu wagen.
Doch auf welcher Grundlage sollte ich das denn aufbauen, zumal das Buch bisher
noch gar nicht erschienen und einfach nur so Werbung zu machen, für etwas das
ich nicht kenne… Das war für mich auf keinen Fall eine Option. Dies war wohl auch
Jürgen klar und so war ich schon nach kurzer Zeit in Besitz des halben Buches,
welches einen objektiven Blick auf das Schaffen von Jürgen erlaubt.
Als ich am Mittwochvormittag erstmals mit dem geschriebenen
konfrontiert wurde, konnte ich es trotz anstehender Arbeit nicht lassen, mir einen
kurzen Einblick zu verschaffen, wobei ich mir mangels Zeit vorgenommen habe, höchstens
ein paar Zeilen einzuverleiben, um mal zu schauen ob mir der Schreibstil überhaupt
zusagt. Die paar Zeilen beinhalteten letztendlich das gesamte erste Kapitel und
ich musste mich doch ziemlich zwingen da abzubrechen um mir die weitere
Lektüre auf den Feierabend zu legen.
Also die erste Hürde hat Jürgen da schon mal mit Bravour überstanden, obwohl das
erste Kapitel grad mal grob beschrieb, wie er zur Band und sich letztendlich als Fan
wiedergefunden hat.
Gespannt auf weitere Kapitel konnte ich den Feierabend kaum erwarten und so
habe ich an diesem Abend, trotz Murphys Law, in Form eines ausserordentlich
späten Feierabends bedingt durch Arbeit, welche unbedingt vor diesem zu
erledigen war, noch den Rest der mir vorliegenden Zeilen reingezogen, was mir
dann letztendlich eine etwas kurze Schlafphase bescherte, bevor mich der Wecker
wieder aus meinen Träumen riss.
Nun wie unschwer zu erkennen, hat mich das Buch ziemlich
gepackt, woran sicher Jürgens Schreibstil alles andere als unschuldig ist, zumal
er es schafft, die Fakten, die er in Form von Interviews, mit näheren und
entfernteren Begleitern der Band, welche er in den letzten Jahren exklusiv
geführt hat, in einer wunderbaren Weise zusammenzufassend in den geschriebenen
Kontext einzuordnen vermochte. Dies führte dazu, dass ich mich beim Lesen in
einer Zeitkapsel wieder fand, welche mich um 30-40 Jahre zurückkatapultierte, um
dabei nicht chronologisch die Jahre abzuarbeiten, sondern munter in den Jahren
rumspringt, ohne dabei den Gesamtkontext oder gar den Überblick zu verlieren.
Im Gegenteil die kurzen Zeitsprünge vor und zurück, oftmals eben aus Teilen von
Interviews ergebend, dazwischen geschickt mit eigen erlebtem gespickt verleihen
dem Buch eine wunderbare und für mich doch sehr unerwartete Spannung.
Die Interviews brillieren dabei durch wunderbare Anekdoten, welche die Erzähler
in direktem Kontakt mit der Band erlebt haben und so die eine oder andere, teilweise
sicher auch schon bekannte, oft aber auch unbekannte Eigenheit der
Bandmitglieder oder aber zum Entstehen von Songs, Covers und Videos, welche die
Bandgeschichte prägten, zum Vorschein bringen. So kommen auch technische
Aspekte nicht zu kurz, welche andeuten, weshalb «Depeche Mode» und insbesondere
Ihre Musik ist, wie sie eben ist, dies, ohne zu sehr auf Details einzugehen und
somit auch für einen technischen Laien nicht erdrückend wirken. Dazwischen
immer wieder kurze Erzählungen aus den Erinnerungen des Autors, welche das
Erlebte aus seiner Warte widerspiegeln und so dazu verhelfen die Zeitkapsel
jederzeit in Bewegung zu halten. Da wohl die meisten Fans, oder wohl gar die meisten, welche in dieser Zeit ihre Jugendjahre verbracht haben und sich mit der damals aktuellen Musik beschäfftigten, in diesen Erzählungen
parallelen finden, welche gedanklich wunderbar zum gelesenen passen, wird das
Buch durch eigene Gedanken und Erinnerungen ergänzt, was letztendlich zu einem individuellen
Werk zusammengefügt ein wunderbares Ganzes ergibt.
Bevor ich nun selbst ein Buch über dieses Buch schreibe, verbleibe
ich mal so, zumal es sicher dem Autor, wenn auch nicht ganz uneigennützig, ein Anliegen
ist, dass sein Buch möglichst oft den Weg über die Ladentheke findet. Ich kann
mich da aber durchaus anschliessen, dies sogar ganz uneigennützig, zumal ich
das Buch absolut lesenswert finde.
Jürgen hat mit dieser Perle ein Werk geschaffen, welches nicht ausschliesslich DM-Fans
anspricht, denn wohl fast jeder der in den Achtzigern seine Jugendjahre verleben
durfte, wurde mit dieser Band in irgendeiner Weise konfrontiert. Und egal ob er
sich nun mit der Band oder deren Musik identifizieren kann oder nicht, muss
doch allgemein zugegeben werden, dass «Depeche Mode» eine der prägendsten Bands
der 80-er war und auch noch heutige Genres mehr prägen als das vielleicht manch einem
lieb ist. «Depeche Mode» ist eben nicht nur eine Band unter vielen, «Depeche
Mode» ist eine Philosophie.
Vielen Dank Jürgen, dass Du mich bedacht und mir ermöglicht
hast, meinen Blog-Horizont in zuvor ungeahnter Weise zu erweitern. Bin auf
jeden Fall sehr gespannt auf die zweite Hälfte des Werks und werde das
möglichste dafür unternehmen, dieses schnellstens in meinen Händen zu halten.
Ein kleiner Wermutstropfen für uns Helvetianer gibt es da vorerst aber noch zu
verdauen, denn die Ausgabe ist zum besagten Veröffentlichungstermin nur für
Deutschland geplant, allerdings liegt dies ja nicht grad ab der Welt und online
durchaus möglich, dass dies auch den heimischen Briefkasten ansteuert und auch
eine spätere Veröffentlichung in der Schweiz ist durchaus möglich.
Nachfolgend habe ich noch einige Angaben über den Autor sowie das
Buch, abgeleitet aus Jürgens Presseinfo.
Vielen Dank euch allen fürs Lesen und hoffe doch, dass ich Euch auch mit diesem
ungewohnten Blog nicht gelangweilt habe und natürlich allen viel Spass beim
Lesen des Buches.

Presseinfo Jürgen W. Müller:
Buchtitel: "Depeche Mode - More than a band Part 1"
Genre: hauptsächlich Band- und ein wenig Fanstory
Buch-Release am 17.03.2025
Umfang: 320 Seiten, Hardcover; erscheint im Selbstverlag
Frontcover von Emil Schult (Ex-Kraftwerk)
Das Buch beleuchtet im Kern die ersten 10 Jahre von DM
einschließlich "Violator".
(weitere Teile sind in Planung).
Durch die Interviews wird aber auch oft Bezug auf spätere
Songs, Alben und Ereignisse wie z.B. den Ausstieg Alan Wilders, Aufnahme in
Rock`n`Roll Hall of Fame, "Memento Mori" und den Tod Fletches
genommen.
Gespickt mit vielen Interviews (ca. 30 Stück) mit engen
Wegbegleitern von DM und illustren Bands der Schwarzen Szene.
Die Interviews hat Jürgen exklusiv hierfür geführt:
Mit Ex-Manager DM, Producern / Engineers, Visual Directors (Videos,
Plattencover), Vorbands, Coverband, offiziellem DM-Fanzine
Alle Alben bis "Violator" werden mit vielen
O-Tönen der daran Beteiligten gefeatured.
Zu einer Tour wie z.B. "Music For The Masses"
1987/88 kommen auch exklusiv Fans (mehrere "101"-Besucher) und als
Vorband Front 242 dabei ausgiebig zu Wort.
Von Jürgen geführte Interviews u.a.:
Wayne Hussey (The Mission), Emil Schult (Ex-Mitglied Kraftwerk), Joachim Witt, Clan Of Xymox, Phil Burdett (Ex-Bandkollege Martin Gore), Ben Watkins (Ex-Kollege Alan Wilder), Front 242, Adam Spector (Cousin von Vince Clarke), Leæther Strip, Elegant Machinery, Tim Simenon (DM / "Ultra"), Steve Lyon (Engineer "Violator"), Chris Carr (Ex-DM-Pressagent), Peter Care, Brian Griffin (beide Fotos, Videos, Cover), Forced To Mode (Coverband) u.v.m.
Insgesamt Interviews mit Leuten aus 9 Ländern, in Europa und Übersee.
Der Autor:
Jürgen W. Müller ist Jahrgang 1971 und Diplom-Kaufmann. Gebürtig stammt er aus Niedersachsen, wo er auch lebt.
Seit über 40 Jahren riesiger Fan von Depeche Mode und artverwandter Musik.
Über die Band und ihre Fans hat er ein Buch geschrieben, das mit vielen exklusiv von ihm geführten Interviews angereichert ist.
Kontakt: juergenwernermueller@gmx.de
Facebook: https://www.facebook.com/JuergenWMueller